Fit werden fürs Wandern - meine 7 Tipps!

 
 
Nicht nur die richtige Ausrüstung bietet Sicherheit, sondern auch die körperliche Fitness.
Fragst du dich jetzt, wie du fit für deine Wanderungen wirst?
Hier sind meine Tipps für dich.

Dass ich auf meine allererste Mehrtagestour ausrüstungsmäßig nicht optimal vorbereitet war, darüber habe ich ja schon berichtet. Dass die Tour für mich persönlich trotzdem ein voller Erfolg wurde, lag letztendlich daran, dass ich konditionell topfit war. Und deswegen konnte ich die Wanderung auch in vollen Zügen genießen!

Auf einer mehrtägigen Wanderung wirst du automatisch nach einigen Tagen Kondition aufbauen und leistungsfähiger werden.

Wandern an sich ist das beste Ausdauertraining überhaupt.

Allerdings solltest du aufpassen, dass du dich nicht gleich an den ersten beiden Tagen überforderst. Ein kräftiger Muskelkater nach einer zu langen Anstrengung - und der nächste Wandertag wird alles andere als ein Genuss. Deine Bänder und Muskeln müssen sich erst einmal an die intensive Belastung gewöhnen, die durch das Tragen eines schweren Rucksackes noch verstärkt wird.

Gerade nach einer längeren (Winter-)Pause macht es Sinn, mit kurzen Strecken zu beginnen. Dann hat dein Körper mehr Regenerationszeit. Generell ist es immer zu empfehlen, sich bei längeren Wanderungen zwischendurch Erholungstage zu gönnen. Bei meinen Wandertouren plane ich schon vorab pro Wanderwoche mindestens einen Regenerationstag ein. Bestimmt hast du auch schon gelesen, dass man nicht an mehreren Tagen hintereinander joggen oder Krafttraining machen sollte. Auch beim Wandern braucht dein Körper zwischendurch mal Pausen.

Es macht Sinn, sich ein paar Monate vor deiner Mehrtagestour damit auseinanderzusetzen, wie du dich konditionell am besten vorbereiten kannst.

Perfekt wäre es, jede Woche eine Tageswanderung zu machen und dabei ein paar Höhenmeter mit Gepäck auf dem Rücken zu bewältigen.

Aber ganz ehrlich: Das ist in der Realität kaum umsetzbar! Sei es, weil du im Flachland lebst und kein Wandergebiet direkt vor der Haustür hast oder weil dir ganz einfach (wie den meisten Menschen) die Zeit dazu fehlt.

Es gibt aber noch andere Möglichkeiten, dich auf deine Mehrtagestour vorzubereiten.

Hier sind meine 7 Empfehlungen für dich:

1.       Joggen: ist allein deswegen zu empfehlen, weil du dich draußen an der frischen Luft bewegst (falls du nicht das Laufband bevorzugst).
Zwei Mal pro Woche ca. 5 km zu laufen ist bereits ein effektives Vorbereitungstraining für deine nächste Wandertour. Du verbesserst nicht nur deine Ausdauer, sondern trainierst gleichzeitig deine Fuß- und Beinmuskulatur.

2.       Walking: Die gelenkschonende Alternative zum Joggen ist mehr als ein reines Ausdauertraining. Durch den Einsatz der Stöcke beim sogenannten Nordic Walking wird die gesamte Körpermuskulatur aktiviert.

3.       Spazierengehen: Wandern in den Bergen ist kein Spaziergang, das möchte ich gleich vorwegnehmen. Allerdings kannst du längere Spaziergänge (ab einer Stunde) in deinem Wohnort prima dazu nutzen, deine Wanderschuhe einzulaufen.
Spazierengehen bietet sich auch an, falls du keine schöne Joggingstrecke in der Nähe hast und abends spontan einfach mal raus möchtest. Zusätzlich kannst du schon mal ausprobieren, wie es sich für dich anfühlt, einen größeren Rucksack mit Gewicht dabei zu haben.
Versuche außerdem, jedes Mal das Gewicht deines Rucksacks ein bisschen zu erhöhen.
Denn so kannst du deinen Körper schon mal langsam an das zusätzliche Gepäck gewöhnen.

4.       Fitnessstudio: Ich selbst bin früher ca. 3 Mal pro Woche ins Fitnessstudio gegangen. Dort habe ich den Fokus auf Krafttraining gelegt, insbesondere um Beine, Bauch und Rücken zu stärken. Eine starke Körpermitte hilft dir beim Wandern und Rucksacktragen. Zusätzlich habe ich mein Fitnessprogramm mit Cardio-Training ergänzt.

5.       Outdoor-Fitness: Vor genau 5 Jahren habe ich Original Bootcamp für mich entdeckt, ein Gruppen-Fitnesstraining, das unter freiem Himmel stattfindet. Für mich ist das die perfekte Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining an der frischen Luft. Zwei feste Termine pro Woche motivieren mich zum Training zu gehen, auch wenn ich mich mal nicht so gut fühle. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass das Bootcamp bei jedem Wetter stattfindet (außer bei Gewitter!). Beim Wandern hat man ja auch keine Garantie für Sonnenschein, und so wird man schon vorab darauf vorbereitet, bei Wind und Regen nicht aufzugeben.

Eine Kombination aus den verschiedenen Trainingsarten ist natürlich am effektivsten und abwechslungsreichsten und macht auch noch mehr Spaß.

Ich persönlich kann besser vier Mal pro Woche eine Stunde Sport in meinen Terminkalender einplanen, als an einem Tag vier Stunden hintereinander.

6.       Tageswanderungen: sind natürlich trotz allem am sinnvollsten. Falls du nicht allein losgehen magst, verabrede dich mit Freunden für eine Wanderung am Wochenende oder suche dir eine lokale Wandergruppe, die dich mitnimmt.

7.       Und zu guter Letzt: Auch die ganz normale Bewegung im Alltag hilft - Treppensteigen, Fahrradfahren zur Arbeit, zu Fuß zum Einkaufen gehen - du weißt selbst, was ich damit meine... :-)